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27.10.2015

Die 10c auf Borkum

Am frühen Montagmorgen, um Punkt 10:00 Uhr machte sich die 10 C samt Klassenlehrer Herr Gill und Erdkundelehrerin Frau Grevenbrock auf nach Borkum. Der Busfahrer Jürgen begrüßte uns mit seiner Frau Marita sehr herzlich, war über unsere durchaus heitere Stimmung sehr beeindruckt und dachte kurzzeitig, er würde den Schalker Fanbus fahren, was er uns gleich darauf in einem beschwerlichen Ton mitteilte.

Unter Gegröle und Gestampfe zapfte Marita in Ihrer dezenten Uniform einen Kaffee nach dem Anderen, bis die Nikotinsucht des Busfahrerehepaares siegte und den kompletten Bus zur Pause zwang. Diese Pause wurde von den Schülern als Pinkelpause genutzt und aufgrund von Platz- und Hygienemangel auch ins Gebüsch verlegt, was Marita gar nicht gefiel. Sie klärte uns über Umweltschutz auf, während sie Ihre Zigarette auf dem Boden mit ihrem Fuß ausdrückte und wegging, um sich mit Passanten über unser Fehlverhalten zu unterhalten.

Nach einer weiteren Zigarettenlänge ging es dann endlich weiter Richtung Emden, wo die Fähre bereits auf uns wartete. Trotz alledem hat uns Jürgen samt Gattin heil zum Ziel gebracht, worüber wir sehr dankbar sind.

Nachdem Herr Gill es nach ca. 30 Minuten geschafft hatte, Fährkarten zu erwerben, stiegen wir in die Fähre Richtung Borkum und wurden von einem typisch Norddeutschen Kapitän über die Lautsprecher Begrüßt. „Auf meinem Schiff herrscht erhöhte Unfallgefahr!“ war die Ansage des Kapitäns.

Auf Borkum angekommen ging es mit der Inselbahn in den Ortskern, von wo aus wir ca. 30 min zu unserer Jugendherberge des Sportvereins „TuS Borkum“ gelaufen sind.

Nach einer Einweisung durch den Geschäftsführer des TuS Borkum wurden die Zimmer bezogen.

Gegen Abend verschlug es den Großteil unserer Klasse ins Kino, in den Film „Fack Ju Göthe 2“. In der Mehrzweckhalle, auf Borkum liebevoll Kinosaal genannt, der Kulturinsel Borkum startete der Film und eine neue Geschäftsidee der 10 C wurde patentiert. In dem Film gab es eine PingPong Szene, ursprünglich in einer Bar. Hierbei schießt eine Frau mit gewissen Körperteilen Tischtennisbälle durch die Gegend (Beispiele auf Grund des Jugendschutzes nicht möglich). Die

10 C möchte unter Leitung von Herrn Gill diese Idee serienmäßig auch in Tischtennisvereinen einsetzen, die Planungen sind im vollem Gange.

Am nächsten Morgen ging es zum Entsetzen der Schüler bereits um 8:15 Uhr mit dem Frühstück los, was zum erhöhten Kaffeeverbrauch führte. Dieser Tag verlief für viele relativ Ereignislos, die meisten erkundeten die Innenstadt und besichtigten den neuen Leuchtturm von Borkum (Baujahr 1817). Der Abend wurde dann im Matrix verbracht (Im Gegensatz zu Berlin ist das Matrix auf Borkum nur eine Strandbar), bis Viktoria noch ein paar Lieder im legendären Musikpavillion singen durfte.

Das Programm auf unserer Klassenfahrt wurde spontan geplant, da die wenigen geplanten Punkte aufgrund des Wetters abgesagt wurden (zu Unrecht).

Als Ersatz wurde am Mittwochmorgen um 10:00 Uhr die Insel mit einem Oldtimerbus erkundet. Dieser Bus war erstaunlicherweise noch ganz, nachdem wir ausgestiegen sind, Herr Gill war stolz auf uns.

Die Nachmittage verliefen unterschiedlich, einige Tagesordnungspunkte wiederholten sich jedoch täglich, das Kartenspielen wurde nach dem „Arschlochprinzip“ erlernt und den gesamten Nachmittag durchgespielt, wenn man sich nicht jubelnd auf dem Fußballplatz befand oder zum dritten Mal am Tag in der schönen Innenstadt war.

Doch in der Freizeit wurden nicht nur Karten gespielt, auch so haben Frau Grevenbrock und Herr Gill mit aller Kraft versucht, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich auf den Drahtesel zu schwingen und sie auf Borkum zu suchen – Versuch gescheitert. Auch das von den Lehrern produzierte und in die eigens für die Klassenfahrt errichtete WhatsApp Gruppe mit dem kreativen Namen „Klassenfahrt“  gestellte Video „Wo bleibt die Sonnencreme?“, in dem Herr Gill meint, die Sonne zu sehen und Frau Grevenbrock so tat, als würde sie hysterisch nach der Sonnencreme suchen, ist von den Schülern gnadenlos parodiert worden.

Am letzten Tag gingen einige Schüler der Klasse mit Frau Grevenbrock in das „Gezeitenland“, ein 2005 errichtetes Schwimmbad auf Borkum. Ein Highlight war sicherlich der FlowRider, eine künstliche Welle, auf der man mit einem Brett surfen konnte. Gegen Abend wurde beim Abschlussgrillen gescherzt und gelacht, während John sich unter energischen Anweisungen durch Herrn Gill am Grillen von Steaks und Würstchen versuchte.

Allzeit beliebt war auch der W-LAN HotSpot am „Alibi“, die eine Kneipe des TuS Borkum, da zum Entsetzen aller Beteiligten das Internet in der Herberge so schlecht war, dass WhatsApp Nachrichten nur sehr langsam bis gar nicht rausgingen, für viele war damit der Kontakt zur Außenwelt komplett abgeschnitten, die vollständige Isolation war eingetreten.

Auch, wenn uns das schlechte Wetter öfter mal einen glatten Strich durch die Rechnung gemacht hat, verlief die Klassenfahrt ganz gut.

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